26.09.2026

SPG SK KLEINZELL - SU STRASSER STEINE ST. MARTIN/M.

Die SU STRASSER Steine St. Martin und der SK Kleinzell arbeiten seit mehreren Jahren im Nachwuchs bestens zusammen und stellen vor allem ab der U13 bis hin zur U16 gemeinsame Spielgemeinschaften. Diese Kooperation wird ab der Saison 2027/28 auf die Kampfmannschaften (St. Martin 1b und Kleinzell) erweitert. Für beide Vereine ist dieser Schritt logisch und zugleich wichtig, um sowohl im Erwachsenenfußball als auch bei der Entwicklung junger Spieler entsprechende Perspektiven zu schaffen und schlagkräftige Teams in die Meisterschaften schicken zu können. Zukünftig wird es somit drei Teams im Erwachsenenfußball geben: die OÖ-Liga-Mannschaft, die 2. Kampfmannschaft in der 2. Klasse sowie die dazugehörende Reservemannschaft, die als Bindeglied zwischen dem Nachwuchs und den Kampfmannschaften dienen soll.

Die wesentlichen Gründe für diese Kooperation sind denkbar einfach. In Kleinzell wird es Jahr für Jahr herausfordernder, zwei schlagkräftige Erwachsenenmannschaften zu stellen. Bereits jetzt stellt man einige Kooperationsspieler aus St. Martin bzw. seit mehreren Jahren auch Legionäre aus Tschechien oder aus umliegenden Orten. Es wird aber zunehmend schwieriger und finanziell herausfordernder, diese Legionäre weiterhin zu holen bzw. zu halten. Leider ist die Anzahl der Jungkicker, die in die Kampfmannschaft kommen, dauerhaft zu niedrig. Hier spielen berufliche Gründe bzw. Studien in Wien, Graz, etc. eine Rolle aber natürlich auch andere Freizeitangebote, die es in der Granitlandregion gibt.

In St. Martin gibt es diese Herausforderungen vor allem in der dortigen 1b Mannschaft. Eine Kooperation und somit ein Fortführen der Nachwuchsspielgemeinschaften bis in den Erwachsenenbereich ist für die Verantwortlichen die logische Lösung. Dadurch erhalten die jungen Fußballer aus beiden Orten die Möglichkeit, von der U13 bis hin zur Kampfmannschaft gemeinsam Fußball zu spielen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Durch den gemeinsamen Schulsprengel (Kleinzeller Mittelschüler gehen in St. Martin zur Schule) gibt es zusätzliche Synergien.

Beide Vereine bleiben selbstverständlich eigenständig, sowohl finanziell als auch organisatorisch. Zwischen den beiden Vereinen gibt es ein umfangreiches Agreement. So wird die OÖ-Liga-Mannschaft logischerweise weiterhin in der 4113Pichler Volkswagen Arena in St. Martin spielen. Die Kampfmannschaft der 2. Klasse und die Reservemannschaft werden die Heimspiele aufteilen, d.h. ca. 8 Heimspiele pro Saison im Kleinzeller Trölsparkstadion und ca. 5 Heimspiele in St. Martin austragen. So kann man den Fußballbegeisterten in beiden Orten weiterhin ein tolles Programm bieten.

Ein Zuckerl wird es für Dauerkartenbesitzer geben, die auf beiden Plätzen den Jungs auf die Beine schauen können. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft und sind überzeugt, mit der SPG einen wichtigen und zukunftsorientierten Schritt zu setzen.

 

SIMONE KEPPLINGER

Obfrau SU STRASSER Steine St. Martin

„Mir ist es wichtig, dass unser Verein langfristig erfolgreich bleibt und auf einer stabilen Basis weitergeführt werden kann. Die Entscheidung, ab der kommenden Saison eine Spielgemeinschaft mit unserem Nachbarverein aus Kleinzell einzugehen, ist dafür ein wichtiger und notwendiger Schritt. Eine SPG bringt natürlich auch gewisse Unsicherheiten mit sich - schließlich bedeutet sie Veränderungen und erfordert von allen Beteiligten Offenheit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass die positiven Aspekte deutlich überwiegen. Der Rückgang bei den Geburtenzahlen, junge Spieler, die für Studium oder Ausbildung ihren Heimatort verlassen, sowie die zunehmende Konkurrenz durch andere Institutionen stellen uns vor Herausforderungen.

Mit der SPG können wir unsere Kräfte bündeln, Spieler gezielter entwickeln und gemeinsam schlagkräftige Mannschaften für den Meisterschaftsbetrieb aufstellen. Ein wesentlicher Vorteil der SPG ist dabei die Reservemannschaft, die eine wichtige Brücke zwischen Nachwuchs- und Erwachsenenfußball schlägt und jungen einheimischen Spielern den Einstieg in den Erwachsenenbereich erleichtert. Gleichzeitig können wir durch die Zusammenarbeit Kosten und Ressourcen sinnvoll teilen und damit für beide Vereine eine nachhaltige und solide Grundlage für die Zukunft schaffen.

Der SK Kleinzell ist für uns dabei ein sehr naheliegender und logischer Partner. Wir arbeiten im Nachwuchs bereits seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen. Durch die gemeinsame Mittelschule bestehen auch abseits des Fußballs enge Verbindungen zwischen unseren Gemeinden. Die kurzen Wege machen die Zusammenarbeit zusätzlich attraktiv und erleichtern sowohl den Trainings- als auch den Spielbetrieb.

Gerade in der aktuell sportlich herausfordernden Situation hoffe ich, dass die SPG einen positiven Impuls setzen kann und es für uns sportlich wieder Schritt für Schrittaufwärtsgeht.“

MANUEL WOLFMAYR

Sektionsleiter SK Kleinzell

„Dass eine Spielgemeinschaft für Fans, Funktionäre und nicht zuletzt Spieler eine einschneidende Veränderung darstellt, ist uns bewusst. Wir haben uns die Entscheidung auch nicht leichtgemacht. Oberste Prämisse bei all diesen Überlegungen war aber immer das Wohl des Vereins und die langfristige Möglichkeit, in Kleinzell Erwachsenenfußball mit Perspektive anzubieten. In einer Kooperation mit St. Martin sehen wir genau das.

Mit einer solchen Entscheidung ist man kein Ausnahmefall. So gibt es im Bezirk Rohrbach schon viele Beispiele, wie diese Kooperationen erfolgreich ablaufen können. Die Verantwortlichen beider Vereine sind sich sicher, dass die Zukunft vieler Vereine davon abhängen wird, rechtzeitig diese Kooperationen zu bilden. Denn nützt man diese Chancen nicht, wird es den einen oder anderen Verein möglicherweise zukünftig nicht mehr geben. Wir wollen diese Chance nützen, damit wir nicht in 2-3 Jahren vorvollendeten Tatsachen stehen.“